DZOK-Nachrichten

DZOK-Nachrichtendienst , Nr.3/2007
Februar/ März 2007
Dok-Zentrum Oberer Kuhberg,
Pf 2066, 89010 Ulm, Tel 21312

Liebe guides, liebe dzokkis, liebe Freunde,
hier kommt unser dritter „DZOK-Nachrichtendienst“ für 2007.

Bitte beachten: was dieser Nachrichtendienst für die Region Ulm ist, ist folgender wöchentliche Nachrichtendienst für die BRD: www.lernenaus–der-Geschichte.de. Der Nachrichtendienst ist zu bestellen unter newsletter@kulturelle-bildung.de Zurück nach Ulm: Ihr wisst, ihr/ Sie seid/sind unsere wichtigen Mitdenker, Mithelfer, Sympathisanten, Multiplikatoren – wir brauchen eure Kritik, eure Vorschläge, eure Unterstützung und Werbung in allen Bereichen!!!
Wenn Ihr selbst Nachrichten, die für diesen Nachrichtendienst geeignet sind, habt, teilt sie uns bitte mit. Und: wenn euch die Nachrichten weitgehend nerven, sagt uns das auch – ihr werdet dann in Zukunft nicht mehr behelligt damit.
Bitte macht Werbung für unsere Veranstaltungen und kommt am besten selbst!
Herzliche Grüße
Ilona, Annette, Volker, Silvester Lechner

Veranstaltungen

Donnerstag, 19. April, 20 Uhr, vh Ulm:
Dzok-Treff:
Rechtsradikale Einstellungen – aus der Mitte der Gesellschaft?
Martin König wird in dem Treffen in die Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ der Universität Bielefeld einführen. Was bedeuten diese Entwicklungen für die Schulen, was für die übrige demokratische Öffentlichkeit unserer Stadt?
 

Dienstag, 8. Mai, um 20 Uhr, vh Ulm
„Der doppelte Klopfer“:Es wird die Person des Dr. Gerhard Klopfer (1905 – 1987) vorgestellt. Als biografisch gesehen „doppelter Klopfer“ war er einerseits ein hochrangiger NS-Täter und Verwalter der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“ und andererseits in seinen letzten 30 Lebensjahren ein normaler Bürger der Stadt Ulm, der als Anwalt tätig war. Referent ist Markus Heckmann der jetzt an der Berliner Humboldt-Universität die erste Monographie über Gerhard Klopfer verfasst hat.

Infos

1. Die Erinnerungen des 1915 in Ulm geborenen und heute in der Nähe von Haifa lebenden Hans Lebrecht („Gekrümmte Wege, doch ein Ziel. Erinnerungen eines deutsch-israelischen Kommunisten“), die wir im Verlag Klemm&Oelschläger herausgeben, wurden am 8. März vorgestellt
Bestell-Flyer liegen im Büro, bitte mitnehmen und weiter geben. 144 Seiten, 40 Abbildungen, Ladenpreis: 19,80 €

2. Von Donnerstag, 28.- 30. Juni 2007 findet im Amt für Lehrerbildung in 35781Weilburg/Hessen das 47. bundesweite Gedenkstättenseminar, „Schule und Gedenkstätten“(=G.) statt, mit hervorragenden Referenten. Folgende Themen und Arbeitsgruppen: 1. Geschichtsdidaktik und G., 2. Lehrpläne und G.; 3. G. als außerschulische Lernorte (Forschungsergeb,); 4.Gedenkstättenpädagogik in der Lehrerausbildung; 5.Veränderte Schülerschaft? 6.Organisation von Gedenkstättenbesuchen.- Am Sa. u.a. ein Besuch der „Euthanasie“-Gedenkstätte Hadamar. -  Weitere Infos: www.gedenkstaettenforum.de
Anmeldeschluss: 10. Mai. Teilnahmebeitrag: 50€. Ausschreibung: im Büro, Tagungsordner..- Wer Interesse hat, bitte melden im Büro.

3. Die Präsentation der neuen Räume des Doku-Zentrums am 10. März war gelungen. Nun wollen wir dort eine Veranstaltungsreihe etablieren: „Büchse 13. Treff für kritische Geschichtskultur“.

4 „Geschichtswerkstatt Europa“ nennt sich ein Förderprogramm der „Stiftung Erinnerung/Berlin“ und der Boschstiftung; Zielgruppe sind Studenten und Hochschul-Absolventen. Sinn ist, dass in den einzelnen Arbeitsgruppen jeweils junge Wissenschaftler aus verschied. europ. Ländern mit ihrer nationalen Perspektive teilnehmen: Themen: Regionales Gedächtnis; Lehrbücher; Museen und Ausstellungen.
Weitere Infos: www.geschichtswerkstatt-europa.de

5. Veränderungen rund um die Gedenkstätte im „Fort Oberer Kuhberg“
Im Februar diesen Jahres wurde für das Fort Oberer Kuhberg der Erbpachtvertrag zwischen dem Förderkreis Bundesfestung e.V. und der Stadt Ulm (auf 25 Jahre) unterschrieben. (Das DZOK bleibt Mieter der Eigentümerin, Stadt Ulm). Seither ist auch in der Umgebung des Forts einiges, den Standort und die gewachsene historische Substanz Veränderndes geschehen. Um über die Grundlagen und die Dimensionen der vollzogenen und nun noch bevorstehenden Änderungen Auskunft zu erhalten, findet Ende April in der Gedenkstätte eine Besprechung statt. Mit Vertretern der Stadt, des Fördervereins Bundesfestung, des BUND und des DZOK. Dabei wird auch darüber gesprochen, dass die beiden Kastanien am Eingang zur Gedenkstätte ( z.B. Bestandteil des historischen Bildes des KZ vom 1.Mai 1934) nach Einschätzung der Stadt demnächst aus Sicherheitsgründen (Alter der Bäume) gefällt werden müssen. Wir berichten im nächsten Nachrichtendienst über die weitere Entwicklung.

6. Das vom DZOK initiierte Weiße-Rose-Projekt im März 2007 („Eine Ausstellung und Begleitveranstaltungen für Ulmer und Neu-Ulmer Jugendliche, die mehr über die Weiße Rose wissen wollen“; vgl. letzten Nachrichtendienst) war recht erfolgreich.Mitveranstalter: Denkstätte Weiße Rose , Ulm, Ulmer Volkshochschule, Christoph-Probst-Realschule, Neu-Ulm , Inge-Aicher-Scholl-Realschule Neu-Ulm - Pfuhl:, Hans und Sophie Scholl-Gymnasium Ulm.
Näheres auf Anfrage.

7. Menschenwürde: Porno-Rapper Sido in Ulm – was tun!?
Ein DZOK-Freund schrieb uns: Mit Entsetzen stellten wir fest, dass nun der „Skandal-Porno-Rapper“ am 15. April im Ulmer Roxy auftritt. Es ist für uns als Lehrer, für mich als Schulleiter und Vater überhaupt nicht nachvollziehbar und nicht zu akzeptieren, dass eine solche Veranstaltung im Roxy stattfindet und über Zuschüsse der Stadt Ulm damit von der öffentlichen Hand unterstützt wird. (...) In vielen dieser Songs werden Frauen und Mädchen herabwürdigend nur als Nutten, Beef oder Muschis bezeichnet. Sie haben zur sexuellen Befriedigung des Mannes Geschlechtsverkehr in allen Varianten auszuführen. Die Songs bestehen nur aus pornografischen Texten mit frauenverachtendem Inhalt, sexueller Gewalt, Verherrlichung von Drogenmissbrauch und offenem Rassismus.
Lechners Antwort.: Ich empfinde"das Konzert als einen Skandal und fordere die Absage seitens der Veranstalter. Unsere DZOK-Aufgabe ist es, auf der Basis der Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus auch Verletzungen der Menschenwürde in der Gegenwart , besonders wo sie so krass auftreten wie bei Sido, anzuprangern und zu bekämpfen, d.h. zumindest, von der Öffentlichkeit fern zu halten."

8. DZOK-Mitarbeiter sind kur-bedürftig: Silvester ist in Schömberg von 10. April bis 2. Mai. Ilona ist ab 2. Mai ebenfalls drei Wochen in Kur.

Freundliche Ostertage wünscht
Silvester Lechner,

5. April 07